Machst Du Dir beim Schreiben Deiner Kindergeschichten eigentlich bewusst, wie unterschiedlich die verschiedenen Erzählperspektiven im Kinderbuch wirken können? Und wie wichtig es ist, in Deinem Schreibprojekt nicht einfach auf die nächstbeste Erzählweise zurückzugreifen?
Gerade, weil alle drei Erzählperspektiven – Ich-Erzähler, personal und auktorial – für ein Kinderbuch infrage kommen, lohnt es sich, die Eigenschaften und Wirkweisen dieser zu kennen. Und auszuwählen, welche am besten zu Deinem Kinderbuchprojekt passt.
Vielleicht geschieht dies nicht in den ersten Planungsschritten – denn die gelten meistens der Entwicklung von Thema, Ideen, Handlung und Figuren. Im Laufe des Schreibprozesses aber – spätestens bei der Überarbeitung – solltest Du Deiner Erzählperspektive Beachtung schenken.
Wenn Du dabei merkst, dass Deine Kindergeschichte irgendwie langweilig und oberflächlich wirkt und die Idee oder Dein Thema gar nicht so richtig zur Geltung kommt, dann ist es sinnvoll, die Erzählperspektive in Deinem Schreibwerk genauer unter die Lupe zu nehmen.
Aus meinen Erfahrungen im Kinderbuchlektorat und aus eigenen Schreibprojekten habe ich Dir ein paar wertvolle Tipps in Sachen Erzählperspektive im Kinderbuch zusammengestellt. Damit Du in Deinen Kindergeschichten endlich das zum Ausdruck bringst, was Du wirklich sagen möchtest.
INHALTSVERZEICHNIS:
- Kurz vorneweg! Was ist eigentlich eine Erzählperspektive?
- Welche ist also die richtige Erzählperspektive für Dein Kinderbuch?
- Wähle die Erzählperspektive im Kinderbuch nicht willkürlich!
- Probiere verschiedene Erzählperspektiven für Dein Kinderbuch aus!
- Lies Kinderbücher von anderen Autoren!
- Bleib in der Erzählperspektive für Dein Kinderbuch konsequent!
- Nutze die Erzählperspektive im Kinderbuch klug!
- Fazit: Erzählperspektiven im Kinderbuch sind Werkzeuge mit Funktion
Kurz vorneweg! Was ist eigentlich eine Erzählperspektive?
Mit der Erzählperspektive legst Du fest, wer uns Lesenden Deine Kindergeschichte erzählt. Auch wenn Du 🫵 Dir die Geschichte natürlich ausdenkst und sie aufschreibst – erzählen wirst Du sie uns nicht aus Deiner eigenen Sicht als Autorin XY. Sondern aus der Sicht und mit der Stimme eines Erzählers, der entweder als Figur Teil der Handlung ist oder als außenstehender Beobachter fungiert.
Wenn ich hier von Erzählperspektiven schreibe, dann beziehe ich mich auf die 3 gängigsten: die Ich-Perspektive, die personale Perspektive und die auktoriale/allwissende Erzählperspektive.
Welche ist also die richtige Erzählperspektive für Dein Kinderbuch?
Diese Frage werde ich Dir (Surprise!) nicht so mir nichts, Dir nichts beantworten. Denn hier gibt es tatsächlich kein Richtig und kein Falsch.
Jede der oben genannten Erzählperspektiven funktioniert super in Kinderbüchern und hat auch in Deiner Geschichte ihre Berechtigung.
Aber: Jede Erzählperspektive hat auch ihre eigenen Stärken und transportiert Deine Geschichte auf eine ganz andere Weise.
Diese Stärken solltest Du erkennen und nutzen. Damit Deine Kindergeschichte nicht nur an der Unterhaltungsoberfläche rumplätschert, sondern tief geht und Deinen Lesenden das vermittelt, was Du ihnen mit auf den Weg geben möchtest.
Wichtig ist daher:
Wähle die Erzählperspektive im Kinderbuch nicht willkürlich!
Natürlich muss Dir die Erzählperspektive, die Du für Dein Kinderbuch wählst, selbst gut gefallen und Dir beim Schreiben gut liegen. Schaue aber auch, dass sie Deine Kindergeschichte wirklich gut rüberbringt.
Wähle bitte nicht irgendeine Erzählperspektive aus, weil Du’s bei anderen auch so gesehen hast. Und vor allem schließe nicht von den Erwachsenenbüchern, die Du selbst liest auf Dein Kinderbuchprojekt.
Denn: Was in dem Krimi oder Fantasyschmöker funktionierte, den Du letztens gelesen hast, muss in Deinem Kinderbuch nicht unbedingt genauso super sein. Auch die Autoren dieser Bücher haben sich vermutlich (hoffentlich! 😅) vorher gut überlegt, welche Erzählperspektive sich für ihre Story am besten eignet.
Für einen ersten Gedankenanstoß gebe ich Dir hier eine kurze Übersicht der 3 Erzählperspektiven und wo Du sie in Kinderbüchern häufig finden kannst.
Ich-Perspektive:
Hier nimmt uns eine der Geschichtenfiguren (meist die Hauptfigur) mit durch die Handlung und erzählt uns den kompletten Ablauf in Ich-Form. Wir erleben die Geschichte mit den Augen und aus dem Kopf dieser erzählenden Figur und erfahren dabei, was diese – und nur diese – Figur denkt, fühlt und wahrnimmt. Lesende sind hier eng mit der Erzählfigur verbunden und tauchen tief in ihre Sicht der Dinge ein.
Vor allem emotionale Themen und innere Konflikte lassen sich gut über den Ich-Erzähler vermitteln: Wut auf den großen Bruder, Angst vor dem Kindergarten oder Freude über ein besonderes Geburtstagsgeschenk zum Beispiel.
Der Ich-Erzähler eignet sich super für Bilderbücher und Geschichten für die ganz Kleinen. Aber auch aus Erstlesebüchern und Comic-Romanen für die etwas älteren Kinder ist die Ich-Perspektive kaum wegzudenken. Auch in vielen Jugendromanen findest Du einen Ich-Erzähler oder eine Ich-Erzählerin.
Personaler Erzähler:
Auch bei der personalen Erzählperspektive sind wir nah dran an einer der Figuren, der wir durch die Geschichte folgen. Aber nicht ganz so nah wie bei der Ich-Perspektive, bei der wir quasi mit der Figur verschmelzen. Der personale Erzähler (eine der Geschichtenfiguren) erzählt uns die Geschichte in der 3. Person. Dabei ist es eher so, als würden wir ständig neben dieser erzählenden Figur stehen und könnten dabei trotzdem ihre Gedanken und Gefühle lesen.
Diese Perspektive eignet sich gut für Kinderromane (also für ältere Kinder) und Jugendbücher und eigentlich für alles, was vor allem durch Spannung und äußere Konflikte getragen wird.
Allwissender Erzähler:
Größtmöglichen Rundumblick verschafft uns der allwissende Erzähler, der als Erzählstimme sowohl über der Geschichte zu schweben scheint als auch mittendrin steckt. Dieser Erzähler weiß alles – wirklich alles! – über die Geschichte. Er hat alle Orte zur selben Zeit im Überblick, kennt alle Gedanken und Gefühle der Figuren sowie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Geschichte. Obwohl er selbst nicht Teil der Geschichte ist.
Vor allem der allwissende Erzähler wird meiner Meinung nach oft unterschätzt, weil er einen leicht altmodischen Touch hat. Wir kennen diese Erzählperspektive vor allem aus Märchen und Fantasyromanen.
Aber sie eignet sich wie ich finde auch bestens für Vorlesebücher mit längeren Texten und einer verdichteten Handlung. Geschichten für jüngere Kinder also, in denen viel passiert.
Mit dem allwissenden Erzähler kannst Du sehr komplexe Handlungen oft einfacher und kompakter vermitteln als mit den beiden anderen Erzählperspektiven, die sich ja jeweils auf die Sichtweise von nur einer Figur beschränken.
Damit erleichterst Du vor allem jüngeren Kindern, Deiner Geschichte gut folgen zu können.
Perspektivwechsel
Von einem Perspektivwechsel im Kinderbuch raten Expertinnen und Experten häufig eher ab, weil das Hin und Her zwischen den verschiedenen Sichtweisen Kinder überfordern könnte.
Dem stimme ich nur teilweise zu. Denn ich glaube, dass man Kindern diese Herausforderung durchaus zutrauen kann.
Wichtiger ist die Frage, ob ein Perspektivwechsel in Deinem Kinderbuch wirklich notwendig und für die Geschichte förderlich ist.
Bei einer Geschichte, die aus wechselnden Perspektiven erzählt wird, sind wir Lesenden den Figuren im Wissensstand voraus. Während die handelnden Figuren jeweils nur die eigene Sicht der Dinge kennen, wissen Lesende, was in beiden Figuren vor sich geht. Das kann unter Umständen sehr spannend oder auch witzig sein.
Wenn dies aber nicht der Fall ist und Deine Kindergeschichte sich auch bestens ohne Perspektivwechsel erzählen lässt: Dann lass es lieber sein!
Denn ein unnötiger Perspektivwechsel kann Deine Kindergeschichte schnell chaotisch wirken lassen.
Falls Du Dich aber doch für einen Perspektivwechsel entscheidest:
Gib jeder Erzählperspektive oder jeder Perspektivfigur am besten ein eigenes Kapitel, um die unterschiedlichen Erzählweisen deutlich voneinander abzugrenzen.
Außerdem empfehle ich für Kinderbücher, nicht mehr als zwei Perspektivfiguren erzählen zu lassen.
Zurück zur besten Erzählperspektive für Dein Kinderbuch!
Die Ideen oben zeigen Dir, wo Du die verschiedenen Erzählperspektiven in Kinderbüchern häufig – aber eben nicht immer – findest.
Denn wie bereits erwähnt: Nichts ist in Stein gemeißelt und Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.
Was bei anderen Kinderbüchern funktioniert, kann bei Deinem Projekt auch gut das Gegenteil bewirken.
Ein Ratschlag, den ich fast allen meinen Autorinnen und Autoren mit auf den Weg gebe, weil ich auch für meine eigenen Schreibprojekte daraufsetze:
Probiere verschiedene Erzählperspektiven für Dein Kinderbuch aus!
Vor einigen Jahren sollte ich für eine Schreibübung eine Kurzgeschichte schreiben. Schnell hatte ich ein Thema gefunden, eine Idee und Figuren entwickelt – Alltagsrassismus in der Schule, zwei Jugendliche und eine Lehrerin übernahmen die Handlung.
Und los ging’s …! Doch schon nach wenigen Sätzen merkte ich, meine Geschichte kam irgendwie nicht auf den Punkt. Die Handlung irrte planlos herum, bauschte sich auf und drohte für eine Kurzgeschichte viel zu komplex zu werden. (Warum das bei Kurzgeschichten für Kinder keine gute Idee ist, erfährst Du hier.)
Also schrieb ich neu: Aber diesmal aus der Sicht einer der anderen Figuren. Zunächst in der personalen Erzählperspektive – also in der 3. Person. Dann mal als Ich-Erzähler. Schlussendlich kehrte ich zwar in die ursprüngliche Erzählperspektive zurück, hatte aber beim Ausprobieren vieles erkannt.
Und zwar:
Was will ich mit meiner Geschichte eigentlich ausdrücken?
Welche der Figuren kann das am besten rüberbringen?
Wie viel Distanz brauchen Leser zur Erzählstimme?
Ist es für meine Message wichtig, dass Lesende über den Ich-Erzähler mit einer der Figuren verschmelzen? Oder versteht man meine Idee besser mit etwas mehr Abstand zum Erzählenden?
Schreibe Deine Kindergeschichte daher unbedingt auch mal aus einer anderen Perspektive. Das wird Dir viel Klarheit über Deinen Text bringen.
Du wirst nicht nur erkennen, welche Erzählperspektive sich für Dein Kinderbuch am besten eignet. Indem Du eine andere Sichtweise auf Deinen Text einnimmst, werden sich bestimmt noch viele andere Erkenntnisse auftun. Dafür musst Du übrigens nicht gleich den kompletten Text umschreiben. Ein oder zwei Absätze – am besten vom Anfang der Geschichte – reichen dafür schon aus.
Ein weiterer Tipp auf dem Weg zu der Erzählperspektive, die Deine Kindergeschichte im besten Licht zeigt:
Lies Kinderbücher von anderen Autoren!
Natürlich nicht, um von anderen abzuschreiben, sondern zum Lernen und zur Inspiration.
Suche Dir am besten Kinderbücher aus, die in etwa die Themen und die Altersgruppe ansprechen, wie Du es auch mit Deinem geplanten Kinderbuch tust. Und dann schau Dir an:
Welche Erzählperspektive wird in diesen Büchern genutzt?
Wie genau wird sie umgesetzt?
Und vor allem: Gefällt es Dir oder eher nicht?
Nachdem Du die beste Erzählperspektive für Dein Kinderbuch gefunden hast, mit der Du Dich am wohlsten und Deinen Text am besten verstanden fühlst: Achte darauf diese Erzählperspektive nicht aus den Augen zu verlieren.
Bleib in der Erzählperspektive für Dein Kinderbuch konsequent!
Auch wenn es Dir bei der ersten Fassung Deiner Geschichte nicht völlig gelingt und Du im Schreibflow die Erzählperspektive schon mal vergisst – spätestens beim Überarbeiten Deines Textes solltest Du darauf achten, ob Du die gewählte Erzählperspektive wirklich konsequent eingehalten hast.
Erzählst Du beispielsweise die Handlung weiter, obwohl die Perspektivfigur bereits den Raum verlassen und gar nicht mehr Teil der Handlung ist?
Beschreibst Du etwas, das Deiner erzählenden Figur eigentlich verborgen bleibt? Die Gedanken und Gefühle einer anderen Figur beispielsweise? Das Erröten oder Erbleichen des eigenen Gesichts beim Ich-Erzähler?
Versuche all diese kleinen und großen Abweichungen von Deiner Erzählperspektive aufzuspüren.
Im Lektorat merke ich meist schnell, wo es mit der Erzählperspektive hakt, und helfe Dir, Deinen Text verständlich und gut lesbar, aber auch tiefgründig und mit echtem Mehrwert zu gestalten.
Keine Sorge: Es ist völlig normal, dass Du für Deine eigenen Texte ein wenig „textblind“ bist und Dir auch beim
x-ten Überarbeiten noch Dinge entgehen, die einer geübten Lektorin sofort auffallen.
Was mir außerdem auffällt und ich immer wieder schade finde ist, wenn die Erzählperspektive zwar passt und auch konsequent eingehalten wird, aber trotzdem nicht ihre volle Stärke entfaltet.
Nutze die Erzählperspektive im Kinderbuch klug!
Als Du Dich für eine bestimmte Erzählperspektive für Dein Kinderbuch entschieden hast – vielleicht nachdem Du diesen Artikel gelesen hast, in Dich gegangen bist und ausprobiert hast – solltest Du Dir auch überlegt haben:
Warum fällt meine Wahl ausgerechnet auf diese eine Erzählperspektive?
Was wird den Lesenden dadurch besser vermittelt als durch andere Erzählweisen?
Genau in den Antworten zu diesen Fragen zeigen sich die Stärken Deiner gewählten Erzählperspektive.
Und genau diese Stärken solltest Du nutzen!
Beispiel?
Okay, bitte schön! 😌
👉 In Deinem Kinderbuch geht es um Max.
Max hat große Angst vor dem neuen Hund der Nachbarn.
Du entscheidest Dich die Geschichte aus der Sicht von Max als Ich-Erzähler zu schreiben.
Lesende oder zuhörende Kinder wollen sich hier mit Max verbunden fühlen – mit ihm eins sein. Sie wollen seine Angst fühlen und verstehen, aber auch nachempfinden, wie er mit dieser Angst umgeht und daraus lernen.
Begrenze Deine Erzählung daher nicht nur auf äußere Handlungen von Max. Zeig uns, was in ihm vorgeht – hol uns ganz nah dran!
Noch ein Beispiel?
Okay, weiter geht’s! 🤓
👉 Dein Kinderroman zeigt uns die Geschichte von Lena.
Lena hat Streit mit ihrer Freundin Maja, weil die vermeintlich mit anderen Mädchen über sie gelästert hat.
Deinen Roman schreibst Du in der personalen Erzählperspektive aus der Sicht von Lena.
Lesende Kinder erfahren hier nur das, was auch Lena erfährt und erlebt.
Ob Maja tatsächlich mit anderen Mädels über Lena tratscht, während Lena in der Klavierstunde sitzt, wissen wir nicht.
Lena ist nicht dabei. Also sind auch wir nicht dabei.
Aber genau das macht es spannend! Wie kann Lena für sich herausfinden, ob sie ihrer Freundin vertrauen kann oder nicht?
Zeig uns, wie Lena sich fühlt, wie sie mit der Situation umgeht und welche Lösung sie für ihr Problem findet.
Falls Du unsicher bist: Schreib einen Teil der Geschichte mal aus der Sicht von Maja und schau, was passiert!
Hier könnte ich noch viele Beispiele aufführen. Aber ich will Dich natürlich nicht allzu lange vom Schreiben abhalten. 😉
Ich hoffe, Du hast aus diesem Artikel für Deine laufenden und zukünftigen Schreibprojekte ein paar Erkenntnisse mitgenommen.
Vor allem aber diese …
Fazit: Erzählperspektiven im Kinderbuch sind Werkzeuge mit Funktion
Wähle nicht nur irgendeine Erzählperspektive für Dein Kinderbuch.
Mach Dir bewusst, wie die einzelnen Perspektiven wirken und auf welch unterschiedliche Art und Weise sie jeweils Deine Erzählung transportieren können.
Probiere am besten aus und lass Dich überraschen. Du wirst staunen, was Deine Geschichte alles offenbart, sobald Du sie von einer anderen Sichtweise aus beleuchtest.
Achte darauf, Deine Erzählperspektive einzuhalten und ihre Stärken zu nutzen, um das absolut Beste aus Deiner Kindergeschichte herauszuholen.
Damit Kinder verstehen, was Du ausdrücken möchtest und Du sie wirklich nachhaltig erreichst und bewegst mit Deinem Kinderbuch.
Wenn’s aber im Großen und Ganzen hakt und Du insgesamt unsicher bist, wie Du Deine Kindergeschichte rund kriegen sollst, dann melde Dich gern für meine persönliche Schreibberatung an, die ich auf Deine Bedürfnisse maßgeschneidert anbiete, um Dir in persönlichen Gesprächen oder mit schriftlichem Feedback zu Deinen Texten weiterzuhelfen.
Bis dahin – schreib klug!







